Eyjafjallajökull Iceland | Foto (CC) Von anjči

„Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, heißt es in Reinhard Mey’s Lied aus dem Jahr 1974, doch irgendwie sollte es derzeit wohl passenderweise heißen „Unter der Aschewolke, muss die Freiheit denn so begrenzt sein?“

Schon im letzten Jahr hielt der Vulkan Eyjafjallajökull in Island die Flugwelt in Atem und es herrschte wochenenlang Ausnahmezustand in ganz Europa. Flughäfen waren gesperrt, Flüge wurden gestrichen und Urlauber saßen entweder in Ihrem Urlaubsland fest oder kamen erst gar nicht von zu Hause weg. Das eine ist so ärgerlich wie das andere. Mietwagenstationen hatten mit einem Mal Hochsaison, waren komplett ausgebucht, denn wer vom Flieger aufs Auto umsteigen konnte, tat dies. Eine meiner Kolleginnen, die in den USA festsaß, hatte nach über 1-wöchiger Wartezeit sogar ein Ticket für die Queen Marry gebucht und kam per Kreuzfahrtschiff über den großen Teich zurück. Not macht eben erfinderisch, nur bezahlen tut diese zuzätzlichen Ausgaben natürlich niemand. Gegen Naturereignisse ist man schließlich nicht versichert.

Doch was im letzten Jahr noch als einmaliges Ereignis angesehen wurde, ereignete sich in diesem Jahr erneut. Erst im Mai mit dem Ausbruch des Vulkans Grimsvötn wieder auf Island und am 4. Juni nun auch außerhalb Europas. Im Süden Chiles spuckt seitdem der Puyehue, der die Reise der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft nach Südamerika schon wenige Stunden nach dem 1:1 beim Länderspiel in Uruguay beendet hatte. Die Aschewolke sorgt jedoch nicht nur in Südamerika für Flugchaos sondern beieinträchtigt sogar Australien und Neuseeland, denn starke Westwinde haben die Asche über 9400 Kilometer weitergetrieben und auch dort für Flugstörungen gesorgt.

Das Reisen wird in Zeiten von Klimawandel, Vulkanausbrüchen und Co. immer mehr ein Stück Abenteuer. Davon berichtet auch mein Blog www.reisetante.com. Ich, als selbst ernannte Reisetante, die mindestens einmal pro Monat auf Achse ist, in den vergangenen vier Jahren habe ich mehr als 95 Städte in über 19 Ländern besucht, habe schon so einiges erlebt. Interessantes wie Nervendes, Spannendes wie Lustiges und daher habe ich in meinem Blog auch immer etwas zu berichten.