Der Autosalon in Genf ist einer der wichtigsten Termine im noch jungen Autojahr. Nachdem die Hersteller im letzten Jahr den Ball ziemlich flach hielten, der Umsatzeinbruch auf vielen Märkten war zu gravierend um irgendwelche Experimente zu wagen, war beim diesjährigen Salon tatsächlich so etwas wie Aufbruchstimmung zu spüren. Es gab mehr als 100 Weltpremieren zu sehen. Wir durchforsteten die Messehallen und einige Messestände bzw. Autos sind uns besonders ins Auge gefallen.

Opel kommt wieder

Ein Hersteller, der es in den letzten Jahren wahrhaftig nicht leicht hatte, war Opel. Von Konzernmutter General Motors stiefmütterlich behandelt, das Image angestaubt, die innerdeutsche als auch Import-Konkurrenz hatten längst überholt. Doch wie durch ein Wunder ist Opel wieder da.

Vor allem der Adam kommt beim jungen Publikum an. Er ist das was junge Leute heutzutage verlangen. Kein reines Fortbewegungsmittel, kein Statussymbol, sondern Lifestyleobjekt.  Geschickte Werbekampagnen und ein auf die neue Zielgruppe zugeschnittenes Fahrzeug mit Individualisierungsmöglichkeiten noch und nöcher haben Opel aus dem Jammertal zurück ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

Auch der neue Astra kommt gut an. Mit dem Ampera hat Opel ein zukunftsträchtiges Fahrzeug am Markt, das das Potential hat den Energiesparmeistern von VW Paroli zu bieten.

Opel Adam 3

Mercedes und Audi mit Weltpremieren

Apropos VW, die hatten mit dem T-Roc eine handfeste Überraschung parat. Die Studie gab einen Ausblick darauf, wie ein künftiger SUV im Polo Format aussehen könnte. Auch bei den Nachbarn von Audi gab es eine tolle Neuerung. Der Audi TT geht in die nächste Genration und sieht schnittiger aus denn je. Vor allem der Innenraum wurde ziemlich umgekrempelt, kommt jetzt mit Lüftungsdüsen á la Kampfjet daher und statt einem analogen Tacho und Drehzahlmesser gibt es ein vollformatiges Display hinterm Lenkrad, welches sich der Fahrer je nach Lust und Laune in verschiedenen Modi anzeigen lassen kann.

Mercedes Benz zeigt natürlich die neue C-Klasse und das neue S Klasse Coupé. Zu der Stromlinienform dieses eleganten Gleiters kann man den Designer nur beglückwünschen. Porsche hatte unter anderem den neuen 911er Targa dabei und Skoda zeigte eine beeindruckende Studie namens Vision C.

Bei den Kleinwagen gab es den neuen Mini Cooper zu sehen, von Toyota den aufgefrischten Aygo. Renault präsentierte den neuen Twingo. Peugeot stellte den Kombi 308 SW vor, der im Golf-Segment wildern soll. Der Citroen Cactus ist ein SUV, der vor allem im Großstadtdschungel nach Freunden sucht.

Mercedes Benz S Klasse Coupe

Das Auto von morgen spricht mit dem Zuhause

Die Liste der Neuerungen ließe sich unendlich fortsetzen. Ein Tag reichte eigentlich kaum aus, um sich wirklich alles in Ruhe anzusehen. Als Fazit kann man sagen: Es ist auf jeden Fall ein positiver Aufwärtstrend auf dem Markt zu spüren. Neue Technologien halten Einzug.

Der Trend geht hin zum multimedialen Auto, das sich bald ebenso intuitiv bedienen lassen soll, wie das Smartphone. Die Anbindung hier klappt auch immer besser. Erst kürzlich hat Apple ein Update namens „Carplay“ vorgestellt, dass es iPhone Benutzern erlaubt, wichtige Funktionen des Handys übers Auto zu steuern.

Auch die Anbindung ans Zuhause wird weiter erforscht und es dürfte nicht mehr lang dauern, bis die Heizung zuhause angeht, wenn wir uns mit dem Auto der Heimadresse nähern. Entsprechende Konzepte existieren bereits und befinden sich in der Testphase.

Wir freuen uns auf ein aufregendes Autojahr 2014! Verfolgen sie auch unseren neuen Blog http://roadmap-magazine.de/. Hier berichten wir täglich über interessante Themen rund ums Auto, Reisen und Mobilität.

Toyota Aygo